29. Juli 2026

Rechnitz. Es gibt Leute, die denken da sofort an Elfriede Jelinek. Ich denke nie an Elfriede Jelinek. Jedenfalls nicht freiwillig. Aber ich sehe natürlich, wenn wieder irgendein Theater irgendeine superbrandaktuelle Textfläche von ihr auf die Bühne gerotzt hat. Die üblichen Verdächtigen sind auf übliche Weise begeistert. Ein Jahr später erinnert sich niemand mehr an den Kramotsch mit Sauce. Rechnitz hat eine Geschichte, natürlich. Man stellt sich ihr offenbar, wie zu erkennen, wenn man  im Netz nach der Gemeinde schaut. Man liest dort auch von niederländischen SS-Leuten. Wäre so auch schlimm genug. Unsereins kennt ein wenig das Burgenland und liebt Österreichs Weine. So klingelte denn am Morgen ein mir bis dato unbekanntes Transportunternehmen, um mir eine Kiste Wein aus Rechnitz auszuliefern. Drin unter anderem zwei Uhudler, ihn kenne ich vom Hörensagen allein. Drin auch als freundliche Beilage ein Heurigenkalender und eine Karte des Burgenlandes.


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