22. August 2026

Sport ist es keiner, dennoch notiere ich: Uraltrekord eingestellt. Im fernen Jahr 1980, als Berlin noch seine Geisterbahnhöfe hatte unter der Erde, an die ich gerade wieder erinnert werde, las ich 100 (in Worten hundert) dramatische Texte, sehr viele Hörspiele dabei, wenige Fernsehspiele, einige Sachen für die Bühne. Damals begann ich mit „Bis dass der Tod euch scheidet“ von Günther Rücker am 21. Februar und endete mit „Der Nachlass“ von Gerhard Rentzsch am 29. Dezember. Tiefe DDR also in jeder Hinsicht. In diesem Jahr Auftakt mit „Stille Post“ von Lia Pirskawetz, die 100 fällt an „Die Geisterbahn“ von Werner Gawande. So etwas würde heute kein Mensch mehr schreiben, damals war es kritisch und im gewünschten Sinne vorwärtsweisend. Heute auch wieder eine Portion Christa Reinig, mein zweiter Teil zu ihr wird von eins bis drei Leserinnen dringlich erwartet. Ich lerne, wie man bestenfalls ein Gespräch, aber keinesfalls ein Interview führen darf.


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