8. September 2026

Nachdem aus nahe liegenden Gründen gestern Paul Zech seinen 80. Todestag nicht feierte, tobt heute der Festbär vielleicht bei Helmut Böttiger, von dem ich Bücher in niedriger einstelliger Zahl besitze. Also wünsche ich ihm alles Erdenkliche. Ich weiß, wie es ist, wenn man 70 wird. Ich weiß auch, wie es ist, mit sieben Frauen den wunderbaren Film „Vaterland“ zu sehen, in dem Thomas Mann wahrheitswidrig während seiner Reise nach Frankfurt am Main und Weimar vom Selbstmord seines Sohnes Klaus in Cannes hört und trotzdem Goethe-Reden hält. Ein polnischer Regisseur hat gezeigt, wie man auch Film machen kann. Mit Darstellern höchsten Ranges selbst in sehr kleinen Nebenrollen. Und mit einer Sandra Hüller, vor der man in die Knie gehen müsste, würde nicht das linke der beiden zur Verfügung stehenden Dienstverweigerung androhen. Alexander Cammann; „In nur einer Szene verwandelt Zischler unser Bild dieses Schriftstellers.“ Ja, grandios, diese Szene.


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