22. Oktober 2026

Eine reichliche halbe Stunde dauerte die am Montag vereinbarte Wohnungsbesichtigung. Wir wissen nun präziser, was auf uns Ende Januar zukommen wird. Vor allem unsere Küche wird in stärkste Mitleidenschaft gezogen werden, ein Teil unserer Fliesen wird zum Opfer fallen. Im Esszimmer wird eine Wand nicht mehr dazu passen nach der Strangsanierung. Danach gibt es eine Atempause bis Ende April, ehe alle Zimmer zur Baustelle für neue Heizungsrohre werden. Dreißig Leute werden wochenlang in unserem Aufgang und dann Hausnummer für Hausnummer weiter zugange sein. Die Wohnungstür wird tagsüber offen stehen, die Haustür auch, die Kellertüren auch. Hoffentlich zieht es nur wie Hechtsuppe und nicht Diebe an. Immerhin: als Inhaber zweier Bäder und zweier Toiletten werden wir privilegiert sein: wir können, wenn wir müssen und brauchen den Pelzmantel nicht erst überzuwerfen, um das Klo drei Aufgänge weiter aufzusuchen bei Bedarf.


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