9. Juli 2019

Wir sehnen uns nach den Tagen zurück, da uns das Hundegebell aus dem Tierheim nervte. Zirka 456mal habe ich darüber nachgedacht, was wohl in den uralten Bundesländern für eine Klagewelle gegen die Stadt laufen würde, hätte die ihr Tierheim in Hörnähe tausender Einwohner eingerichtet. Heute scheint, verglichen mit den beiden Bell-Monstern unter unserem Balkon, das Hundeasyl ein Ort der stillen Einkehr für stumme Vierbeiner, während Paula und Co. bis zu anderthalb Stunden am Stück die Abwesenheit ihrer Herrschaften bekläffen und bejaulen. Besonders Co. scheint voller Trauer, er hebt seinen schwarzweißen Hals fast wie ein echter Wolf und heult den unsichtbaren Mond an, während Paula einfach nur bellt, als zöge eine Karawane von Hunderhaltern hinter ihrem Zaun vorbei. Seltsamerweise fallen die anderen Hunde der Nachbarschaft nicht in die Orgie ein, sie sind vielleicht nur einfach nicht allein gelassen. Wenn allein gelassene Menschen heulen würden!


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