11. Juli 2019

Die frohe Botschaft aus Dresden, einfliegend mit einer Zeitung aus Berlin: Lukas Rietzschels Roman von 2018 kommt endlich auf die Bühne. Es wird höchste Zeit, es könnte sonst geschehen, dass er vergessen ist, ehe er die Bühnen eroberte. Des bedeutenden Prager Dramatikers Franz Kafka Stück „Der Prozess“ erobert eben Band Hersfeld, man sah das wegen des Begleiteklats sogar in den Spätnachrichten. Nun denn, ich finde auch, dass immer noch viel zu viel Plätze in den Spielplänen unserer subventionierten Theater von so seltsamen Dingen wie Tragödien, Komödien, Lustspielen, Lehrstücken oder gar Klassikern besetzt gehalten werden, als ob nicht hinter jeder Telefonzelle ein noch unerprobtes Projekt lauere, nicht zu reden von all den 30.000 Romanen, die Jahr für Jahr aus den Druckereien kommen. Schon die alljährliche Longlist des Deutschen Buchpreises würde, vereint mit einigen Siegern des Prix Goncourt, des Man Booker Prize, auf immer Vorrat schaffen.


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